Curious and Catcat

18. April 2016

Wie verwandele ich meinen Garten/Balkon/Terrasse in ein grünes Paradies? - Ein Interview.

Endlich wieder Frühling! Ich liebe den Frühling. Auch, weil jetzt wieder die Gartensaison beginnt. Liebend gerne würde ich euch jetzt allen offenbaren, wie man mit wenigen Mitteln und wenig Geld ein dunkles Loch in einen Traumgarten verwandelt, aber wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass bei uns der Traum von Garten noch eher work in progress ist. Deshalb möchte ich euch heute den Menschen vorstellen, der mein großes Vorbild in Sachen Gärtnern ist und der auf kleinem Raum eine absolut traumhafte grüne Oase erschaffen hat, wo man ganz wunderbar die Seele baumeln lassen kann - Meinen Papa! Seit meine Eltern im Jahr 2009 in ein neues, kleineres Haus gezogen sind hat mein Papa den kleinen, ummauerten Innenhof in ein wahres Paradies verwandelt - Ich kann es einfach nicht anders sagen. Wenn wir im Frühling bis Spätsommer meine Eltern besuchen, verbringen wir mehr Zeit im Garten als im Haus. Blumen, Kräuterkübel, duftende Rosen, aber auch Säulenobst und ein kleines Gewächhaus gibt es hier, sodass das Gärtchen nicht nur etwas für's Auge, sondern auch für den Magen ist. Gestriegelt und mit dem Lineal gezogen ist hier nichts, aber dafür unglaublich charmant.

Ich habe da mal nachgefragt. Wie er das geschafft hat, was wir tun müssen, um auch so eine wild-romantische Oase in unserem Garten, auf der Terrasse oder unserem Balkon zu schaffen, und vor allem - wo und wie man da am besten anfängt.
Los geht's!

Stell dich kurz vor.

Ich heiße Michael, 59 Jahre alt, und im Handwerk tätig. Aufgewachsen bin ich auf dem Lande in einem großen Haus, mit einem sehr großen Garten. Dieser wurde wegen der Versorgungslage in der DDR und unserem geringen Haushaltseinkommen intensiv als Nutzgarten bewirtschaftet. Da mussten auch wir Kinder früh ran und mithelfen. Das machte uns Kindern und Jugendlichen oft keinen Spaß. Besonders Umgraben und Unkraut jäten waren sehr unbeliebt. Das war auch einer der Gründe, warum ich meine 1. Lehre weit weg von Zuhause begann. Erst später fing ich wieder an im Garten meiner Mutter mit zu helfen. Anfangs habe ich mich um das Obst gekümmert. Wenn man Interesse an der Natur hat und die Vorgänge beobachtet sieht man schnell, welche Eingriffe, welche Reaktionen hervorrufen. Außerdem ist Gartenarbeit ein guter Ausgleich für die Seele. So wurde Gärtnern zu meinem Hobby.

Was magst du am liebsten an deinem Garten -  worauf bist du am besonders stolz?

Am liebsten sind mir die Rosen. Wir haben uns vor dem Kauf im Internet schlau gemacht, welche Rosensorten duften, mehrmals blühen, wie groß werden und resistent gegen Krankheiten sind. Nach dem letzten milden Winter werden sie in diesem Jahr besonders üppig blühen. Und wenn der Sommerflieder blüht, flattern dort unzählige bunte Schmetterlinge umher.

In eurem Garten blüht immer irgendwas! Welche Pflanzen gehören für dich in eine schöne Blumenrabatte, die das ganze Jahr blüht?

Als erstes Frühblüher, also Blumenzwiebeln damit das Frühjahr gleich mit bunten Blumen beginnt. Gelbe Winterlinge, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokusse, Tulpen, Narzissen. Das blüht schon bis in den Mai hinein. Man kann sich auch immer gute Ideen in Nachbars Garten oder anderswo holen. Niedrige Pflanzen vorne, hohe hinten.

Ein neues Haus, ein leerer Hinterhof. Der Traum von der Oase im Grünen. Wo fange ich an?

Beim Boden. Humus reinbringen (Mutterboden, Mist o.ä.). Im ersten Jahr dort Kartoffeln anbauen um das Unkraut zu bändigen und den Boden reifen zu lassen. Im Winter einen Plan machen. Informationen aus Büchern, Internet oder von Freunden holen. Bepflanzen, nicht zu eng, die Pflanzen wollen ja noch wachsen. Den freien Boden zwischen den Pflanzen mit Rindenmulch bedecken, damit er nicht austrocknet und mit Unkraut zuwächst. Dann, viel Geduld, gute Pflege und nach und nach das Traumziel ereichen. Sich an Ereichtem freuen und an anderer Stelle regulierend eingreifen. 

Hast du einige einfache Tipps, wie man seinen Hinterhof/Balkon/Terrasse ganz schnell grüner machen kann?

Am schnellsten geht es mit vorgezogenen Pflanzen der Saison in Töpfen, die man in Kübel oder Kästen mit guter Blumenerde umpflanzt. Düngen nicht vergessen! Entweder gleich für die ganze Saison beim Pflanzen mit Langzeitdünger oder später in regelmäßigen Abständen.

Wir haben ja nicht alle einen grünen Daumen. Gibt es schöne Pflanzen, die man selbst mit einem schwarzen Daumen nicht umbringen kann?

Da sind z.B. die guten alten Geranien und Petunien. Wenn die an einem sonnigen Plätzchen mit guter Erde, Dünger und ausreichend Wasser versorgt werden, hat man den ganzen Sommer Freude daran. Wichtig ist: Auch bei Regenwetter aufpassen, das die Erde genug Wasser bekommt. Das Pflanzgefäß muss unten einen Ablauf haben, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

In deinem Garten wachsen sogar Nutzpfanzen! Welche Tipps hast du für jemanden, der ‚Lebensmittel‘ auf kleinstem Raum anbauen möchte?

Das ist gut möglich. Ich habe z.B. Säulenbäume in meinem kleinen Hausgarten. Eine neuere Art der Obstbäume. Da kann man dann verschiedene Obstsorten auf kleinem Raum ernten. Das ist nicht die Menge, aber was zum Naschen. Sie müssen allerdings viel beschnitten werden. Man sollte sich da schlau machen.
Ich ziehe auch Tomaten, Rucola und Gewürzpflanzen in Töpfen, Kästen und Kübeln. Möglich sind auch z. B. Kartoffeln in Maurereimern (Löcher unten, nicht vergessen). Kleine Beerensträucher (am besten Hochstämmchen) sind auch möglich. Man sollte ruhig auch mal was ausprobieren, aber sich dann auch nicht von Misserfolgen abschrecken lassen.

Funktioniert das auch auf einem Balkon?

Sicher! Mehrjährige Pflanzen sind allerdings schwierig. Es könnte in Winter der Topfballen durchfrieren und die Pflanzen dadurch Schaden nehmen. Auch die Erde in den Gefäßen laugt aus und sollte ab und an erneuert werden.

Hast du Tipps für den extra Wohlfühlfaktor im Garten?

Ich denke, da sind die Geschmäcker sehr verschieden. Ich mags eher “wild romantisch”, also eher nicht so viele gerade Linien. Sonnen- und Schattenplätzchen sollten vorhanden sein. Auch Nistkästen und Insektenhotels bringen Leben in den Garten.


Danke für das Interview! Und jetzt auf in den Garten!




22. März 2016

Experimente mit natürlichen Eierfarben

 Ich wollte das ja schon seit Jahren mal ausprobieren, Ostereier mit Naturfarben zu färben, aber irgendwie bin ich nie dazu gekommen. Dieses Jahr ist es nun endlich soweit und ich habe meine Vorratsschränke nach Gemüse und Gewürzen und anderen Dingen durchsucht, die man zum Färben verwenden kann. Heraus kam: Ein paar Schalotten, ein Glas eingelegte Rote Beete, Kaffee, Brombeeren und Spinat. Und Eier natürlich. Besser als nichts. Die Schalotten, Brombeeren, Spinat und der Kaffee wurden gekocht, abgesiebt und die Flüssigkeit in Gläser gefüllt, zusammen mit 1-2 Esslöffeln Essig. Die Rote Beete habe ich kalt verwendet. Danach die gekochten Eier - weiße und braune - dazu und eine Stunde gewartet. Voila!
Ich muss sagen, das schöne braun vom Kaffee gefällt mir am allerbesten! Die Schalotten geben ein schönes Senfgelb, Rote Beete das schönste rosa bis pink, Spinat ein ganz zartes grün und die Brombeeren ein helles flieder. Auf den Fotos sehen die Farben alle sehr pastellig aus. Ich muss dazu sagen, dass die Farben in den nächsten Tagen noch etwas "nachgereift" sind und kräftiger wurden. Man kann natürlich auch kräftigere Farben erreichen, indem man die Eier über Nacht in den Färbesubstanzen lässt.

Insgesamt bin ich aber höchst zufrieden mit meinem kleinen Färbeexperiment. Die Farben gefallen mir viel besser als die knallbunten Eierfarben, die es so zu kaufen gibt. Das wird in den nächsten Jahren auf jeden Fall wiederholt. Wenn ihr auch mal ausprobieren wollt, eure Ostereier natürlich zu färben, gibt es hier eine schöne Tabelle mit Färbemitteln und den Farben, die man damit erreicht. Frohes Färben!



12. März 2016

Frühlingsgefühle! | Wunschliste


1.Kräuter-Zuchttöpfe/Hema 2.Outdoor-Lichterkette/Depot 3.Jeansklein/Monki 4.Vase/Olis Divisova 5.Kette/Christina Pauls 6.Pantoletten/Birkenstock 7.Sonnenbrille/Mango 8.Poster/Love Wonder Prints 9.Gartenbuch/Lucy Halsall 10.Tasche/June Shop 11.Shirt/Zara 12.Täschchen/Monki 13.Saatgut/Tiger 14.Tunika/Zara

Ach Kinder, wie glücklich mich das macht, dass die Sonne wieder wärmer scheint, dass die ersten Krokusse blühen und dass doch so langsam alles auf Frühling hindeutet! Ich liebe den Frühling. Und mindestens genauso sehr liebe ich, dass die Gartensaison wieder beginnt und vor allem, dass wir dieses Jahr wieder einen Garten haben werden! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich das im letzten Jahr vermisst habe. In unserer neuen Wohnung haben wir ein - nun ja, ich nenne es mal "Fleckchen Erde" vor unserem Wohnzimmer, das wir ganz nach Belieben nutzen können. Am letzten Wochenende ist ein wunderschöner Zaun ringsherum entstanden und bald sollen eine ganz kleine Terrasse, zwei Hochbeete und ein klitzekleines Stückchen Rasen entstehen. Gärtnern, Grillen, Sonnen und Entspannen auf kleinstem Raum. Das wird ein Spaß! Da wundert es natürlich auch keinen, dass in meiner Frühlingswunschliste auch ein paar Dinge für den Garten dabei sind. Klar, fehlt ja auch noch alles. Dazu ein paar Kleidchen, die Lust auf Sonne machen, und meine wirklich heiß geliebten kupferfarbenen Birkenstocks. Ich besitze genau die bereits, aber da ich sie beim Umzug drinnen, draußen, beim Renovieren und Kistenschleppen getragen habe, sehen sie ein wenig ramponiert aus. Ein neues, makellos glänzendes Paar wäre wirklich schön für den Frühling und Sommer.
Und ihr? Worauf freut ihr euch im Frühling?

2. März 2016

Wäschekörbe ohne Plastik und stylischer Gaddis-Korb mit Ledergriffen | DIY

In unserer Wohnung in Berlin war der Weg von der Waschmaschine zum Trockengestell, und von da aus zum Schrank, so kurz, dass ich es nie für nötig hielt, mir einen Wäschekorb anzuschaffen. Ich packte die nasse Wäsche einfach direkt aufs Trockengestell und verteilte sie dort. Wenn sie trocken waren, legte ich sie direkt auf dem Gestell zusammen und trug sie von da zum Schrank. Das funktionierte gut. 
Seit wir in der neuen Wohnung sind, sind die Wege deutlich länger geworden und wir kamen einfach nicht an einem Wäschekorb vorbei. Da diese hässlich bunten Plastikmonster von Wäschekörben nur über meine Leiche in meiner Wohnung Einzug halten werden, machte ich mich auf die Suche nach schönen Alternativen aus natürlichen Materialien. Gar nicht so einfach. Hier ist eine kleine Auswahl an Modellen, die man online kaufen kann.
1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7

Bei einem Besuch beim schwedischen Möbelhaus unseres Vertrauens fand ich die schönen Gaddis-Körbe. Genau die richtige Größe für einen kleinen Preis und stylisch noch dazu. Gekauft. Die Körbe sind in zwei Größen erhältlich und natürlich nicht nur als Wäschekorb zu gebrauchen! Mit ein paar einfachen Handgriffen habe ich noch zwei Ledergriffe hinzugefügt. Jetzt ist der Korb ein richtiger Hingucker und kann auch gerne mal in der Wohnung stehengelassen werden. Dazu lässt er sich jetzt besser tragen. Und so geht's:

 Du brauchst:

Lederstreifen - 3 cm breit, 2 mm dick (meine habe ich hier gekauft)
Hohlnieten 4 mm (zum Beispiel von Prym)
Hammer
Lochzange
Gaddis-Korb

Von dem Leder schneidest du zwei 30 cm Stücke ab, oder so lang, wie es dir gefällt. Dann befolgst du einfach die Anleitung auf der Packung der Hohlnieten. Es gibt da ein Metallteil, mit dem man die Löcher in das Leder machen soll. Das hat bei mir aber so schlecht funktioniert, dass ich die Löcher mit der Lochzange gemacht habe. Der Rest war allerdings ganz einfach.
Wenn die Löcher drin sind, legst du das Lederstück durch ein Loch am Rand des Korbes, platzierst die Löcher übereinander und steckst das Ober- und Unterteil der Niete durch. Lege die runde Metallscheibe drunter und schlage dann kräftig mit dem Hammer drauf, bis die Niete fest ist.
Das ganze wiederholst du mit dem anderen Lederstreifen und auf der anderen Seite des Korbes. Fertig!



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